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Dienstag, 7. April 2015

sie trennen 14.000 Kilometer


Weißt Du spontan, was die Osterinseln und Texel gemeinsam haben?  Nein, ja? Beides sind Inseln, die eine liegt im Südostpazifik und Texel befindet sich in Nordholland. Sie haben jedoch noch eine weitere Gemeinsamkeit, nämlich den Moai. Wofür die Osterinseln berühmt sind, sind die kolossalen, tonnenschweren und riesigen Moai Figuren. Und davon befindet sich ein Replik auf der holländischen Insel Texel. 


Landeinwärts der Insel befinden sich unzählige Wiesen mit Schafen und Pferden. Die Landschaft ist flach, kaum ein Baum ist in Sicht. Für Fahrradfahrer ist die Insel ein Traum. Wenig Verkehr, wunderschöne Landschaften, unzählige Fahrradwege und keine Berge.

Uns hat es aber ans Meer gezogen. Fest eingepackt in dicken Winterjacken, mit Mütze und Schal bewaffnet, macht ein Spaziergang am Meer besonders viel Spaß. Hinter den unzähligen Sanddünen mit Binsen erstreckt sich die Nordsee. Das Wetter ist windig und kalt, die See rau und stürmisch. Ideales Wetter zum Drachen fliegen und für Strandsegler.


Auf dem Rückweg vom Strand zu unserem Ferienhaus, läuft man durch eine wunderschöne aber auch bizarre Dünen Landschaft. Zunächst durchquert man Dünen mit langen Binsen, welche noch im feinen Sand wachsen. Fast nahtlos gehen sie in Heidegewächsen und zum Teil in Moore und Priele (Wasserflächen) über. Der Landstrich scheint fast unwirklich und hat was von Fantasy Filmen.


An der Nordspitze von Texel befindet sich ein roter, auffallender Leuchtturm. Erklimmt man die 153 Stufen, erhält man einen herrlichen Blick über die Nordsee, das Wattenmeer, Texel und eine nahe gelegene Insel.


Bei unserem kurzen Aufenthalt in Texel haben wir auch das Ecomare besucht. Eine Kombination aus Museum, Aquarium und Aufzuchtstation. Hier erfährt man näheres über die Tierwelt der Nordsee und dem Wattenmeer. Außerdem gibt es eine Aufzuchtstation für Jungtiere von Seehunden sowie eine Pflegestation für Seevögel und Schweinswale. Auch viele alte und blinde Seerobben finden hier ein zu Hause, da sie im offenen Meer nicht mehr alleine überleben würden.


Die Insel Texel bietet noch vieles mehr und ein Besuch hier lohnt sich. Erreichen kann man die Insel mit der Autofähre, Ferienwohnung und Häuser gibt es hier zahlreich. Die kleinen Orte auf Texel sind allesamt sehr pittoresk, vor allem das alte Städtchen Den Burg hat es uns angetan. Die Fußgängerzone bietet viele, schöne Geschäfte und lädt mit kleinen Cafes und Restaurants zum Essen ein. 


Liebe Grüße
Babsi

Montag, 10. November 2014

Unterwegs in Costa Rica

Costa Rica ist für seinen guten Kaffee, die erstaunliche Artenvielfalt und seine vielen Nationalparks berühmt. Weit aus weniger berühmt sind sie für ihre abenteuerlichen Straßen.

Zunächst sollte gesagt sein, plant man Ausflüge zu Nationalparks oder Vulkanen sollte es in jedem Fall ein Allradfahrzeug sein. Wir waren in der Regenzeit in Costa Rica und ich war sehr froh, das wir uns für ein 4x4 Auto (in diesem Fall einen SUV) entschieden hatten.

Unsere Fahrt vom Flughafen San Jose nach Guanacaste dauerte geschlagene 5 Stunden. Warum? Die Straßenverhältnisse sind wirklich nicht die Besten. Über die Interamerika und Panamerika  Richtung Norden, lag unsere Geschwindigkeit zwischen 25 und 80 km/h. Vor allem die Panamerika machte uns deutlich zu schaffen. Die Autobahn ist einspurig und Schlagloch an Schlagloch reihen sich aneinander. Wir waren die gesamte Fahrt bemüht, den Schlaglöchern auszuweichen und trotzdem mit dem einheimischen Tempo mitzuhalten (das sind verdammt gute Schlaglochausweichfahrer). Die maximal Geschwindigkeit belief sich auf 80 km/h, was uns bei den Straßenverhältnissen  teilweise doch sehr schnell vorkam.


In Städten und auf Landstraßen findet man asphaltierte Straßen, in ländlichen Gebieten ist der Weg nur noch Schotterpiste. Für uns war es mehr als einmal eine Herausforderung, die Strecken zu unseren Ausflugzielen zu bewältigen. Klar macht es Spaß über Schotterpisten zu fahren (solange es nicht das eigene Auto zu Hause ist), aber ein wenig Nervenkitzel war auch immer dabei. Vor allem dann, wenn wir am Strand durch Sand fuhren (bloß nicht stecken bleiben), schmale Bergstraßen erklommen (hoffentlich kommt hier uns niemand entgegen) oder die Straße im Sumpf kaum noch erkennbar war (nur noch riesige Schlammlöcher).


Beim Fahren sollte man immer auf der Hut sein, da plötzlich Tiere und Fußgänger auf den Straßen auftauchen. Keine Seltenheit, wenn Affen Straßen überqueren, Kinder mitten auf der Landstraße spielen, Fußgänger auf der Autobahn laufen oder Kühe mitten auf dem Weg stehen. Ebenfalls sind auch kleinere Erdrutsche  keine Ausnahme. Bei starken Regenfällen lösen sich Erdmassen an Berghängen und rutschen immer wieder auf Straßen. Dies ist uns selbst auf der Rückfahrt eines Ausflugs passiert. Wir fuhren wir durch kurvige Straßen und am Hang vor uns, hatte sich kurz zuvor ein Erdrutsch gelöst. Die Straße war mit Geröll und Erde bedeckt, eine Weiterfahrt nicht möglich. Glücklicherweise hatte sich dies schnell rumgesprochen, da die Hotelmitarbeiter ziemlich schnell mit einem Bagger anrückten und die Straße freiräumten (war wohl nicht das erste Mal).


In der Regenzeit durch Costa Rica zu fahren, war immer wieder eine Herausforderung. Durch den Monsunregen wurden die Straßen in wenigen Minuten überspült und die Sicht war stark eingeschränkt. Schlaglöcher wurden zu Seen, Straßen zu kleinen Flüssen. Und wenn die Wege nur aus Erde waren, rutsche man durch große Schlammlöcher. Ich muss sagen, hier gab es die interessantesten und holprigsten Strecken, die wir je gefahren sind.


Die Einheimischen sind selbst sehr leichtsinnige Fahrer und neigen oft zu riskanten Überholmanövern. So wird gerne mal vor einer uneinsehrbaren Kurve oder trotz Gegenverkehr in der Fahrbahnmitte überholt. 


In Costa Rica Autofahren ist herausfordernd und hat mich oft Nerven gekostet. Trotzdem kann ich nur empfehlen, sich einen Mietwagen zu leihen und das Land selbst zu erkunden. Man ist einfach flexibler und kommt irgendwann (auch wenn es mal länger dauert) an seinem Zielort an. 

Mehr zu Costa Rica im nächsten Post

Liebe Grüße
Babsi

Montag, 3. November 2014

Oh, wie schön ist Costa Rica

Oh, wie schön ist Pana..., nein Costa Rica! Dieses Jahr hatten wir unseren Urlaub in Mittelamerika verbracht und waren begeistert. Costa Rica ist ein absolutes Naturparadies, das es für uns zu entdecken galt. 


Über USA sind wir mit dem Flugzeug nach San Jose, der Hauptstadt Costa Ricas, eingereist. Weiter sind wir mit dem Auto in die Region Guanacaste, in den Norden gefahren. Unsere Entscheidung, während der Regenzeit nach Costa Rica zu reisen, hatten wir bewusst getroffen und nicht bereut. Costa Rica zeigte sich im September von einer giftgrünen und blühenden Seite. Die Temperatur lag meist bei mindestens 30°C und nach dem Monsun konnte man pünktlich die Uhr stellen. So waren wir immer bedacht, zwischen 13:30 Uhr und 14:30 Uhr ein trockenes Plätzchen zu finden. Hätten wir die starken Regenfälle selbst nicht miterlebt, hätten wir nicht geglaubt, wie viel Regen in kurzer Zeit Straßen und Wege überschwemmen kann. Der Monsunregen ist vergleichbar mit starken Platzregen, der nur länger und intensiver anhält. Maximal nach einer Stunde war alles vorbei und die Sonne strahlte, als wäre nichts gewesen. Überall stiegen Nebelschwaden vom Boden auf und man fühlte sich mitten eines Sauna Aufgusses. Wahnsinn, wie ausgeprägt solche Naturereignisse sein können und es sich anfühlte, durch einen Monsun "gewaschen" zu werden.


Während unserer Costa Rica Reise hatten wir viele Strände an der Pazifik Küste besucht (Playa del Coco, Playa Flamingo, Tamarindo,...).  Dabei erinnerten uns die Küstenlandschaften und Inseln an unsere Reisen nach Thailand und Malaysia. Kaum verwunderlich, da sie alle nahe am Äquator liegen und ca. 17000 km voneinander entfernt sind (Costa Rica zu Thailand). 
Wir genossen die Einsamkeit und Ruhe, da wir bis auf wenige Touristen und Einheimische die Sandstrände fast für sich alleine hatte. 


Wir hielten uns unter anderem in der Provinz Guanacaste auf. Diese liegt nördlich von Costa Rica und grenzt direkt an Nicaragua. Die Menschen leben hier vor allem von der Vieh- und Pferdezucht. Während unserer Touren hatten wir viele schöne Farmen und Haciendas entdeckt. Dazwischen immer wieder weitläufige Landschaft, die uns an Western Filme erinnerten. Die Region ist bekannt für seine Sabaneros (Savannenbewohner), die ebenfalls wie Cowboys aussehen und auf ihren Pferden ritten.


Costa Rica ist "la pura vida" und vereint die Ticos (so nennen sich die Einheimischen) mit ihrem wunderschönen Land . Mehr dazu in den kommenden Berichten.

Liebe Grüße
Babsi


Samstag, 25. Januar 2014

{11 Fragen – 11 Antworten rund ums Reisen}

Anfang Januar hatte die liebe Frau Hibbel zu einem "Fangt das Stöckchen (11 Fragen und Antworten rund ums Reisen) eingeladen. Endlich komme ich auch dazu, meine Antworten auf Ihre Fragen zu geben.

1. Reist Du gerne oder urlaubst Du lieber?
Nun da könnte man fragen, wo ist der Unterschied? Wenn ich reise, bleibe ich nie am gleichen Ort, sondern erkunde gleich das ganze Land oder zumindest die Region. Und wenn wir mal wieder ganz verrückt sind, dann sind wir in unseren Urlaub auch mal in drei Ländern unterwegs (und nicht auf der Durchreise). Urlauben ist für mich die ganze Zeit am gleichen Ort zu bleiben. Also reise ich dann doch lieber J


Was ist Dein Traumziel No. 1 und warum?
Es gibt so viele interessante Länder, das ich mein Traumziel gar nicht benennen kann. Gerne wäre ich mal in den Libanon, nach Jordanien oder in den Jemen gereist. Aber die derzeitige und wohl künftige Sicherheitslage wird es mir wohl kaum erlauben. Ansonsten würde ich mich auch für Kambodscha, Vietnam, Argentinien und Uruguay begeistern. Mal sehen, wohin uns die nächste Reise führt.


Wohin würdest Du nie wieder fahren und warum?
Bis jetzt hat jede Reise einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Und diese waren immer positiv und wunderschön. Daher kann ich gar nicht sagen, wohin ich nicht mehr möchte.


Kinder auf Fernreisen: Zumutung oder Daumen hoch?
Reisen bildet und warum sollten Kids nicht schon von Kindesbeinen die Welt erkunden. Eindeutig Daumen hoch!!!!


Spontanplaner oder lieber lange im Voraus darauf freuen?
Das ist ganz unterschiedlich. Bei Fernreisen entscheidet es sich oft in letzter Minute, wann und wohin die Reise geht. Aber immer geht es Richtung Sonne und in warme Länder. Kurz- und Städtetripps sind meist geplant. In den wenigen Tagen möchte ich doch gerne alle Highlight sehen und nichts verpassen.


Reiseführer oder einfach treiben lassen?
Ich lese leidenschaftlich gerne Reiseführer. Davon habe ich jede Menge zu Hause, auch ohne das ich das Land bereits bereist habe oder derzeit plane dort hin zufahren. Hier kann man sich kompakt und informativ über Länder informieren und einlesen. Deshalb ist auf jeder Reise definitiv mindestens ein Reiseführer mit dabei. Meistens sind es zwei dicke Wälzer (weniger die dünnen Reiseführer).


Wie würdest Du einen Ausländer Deutschland und seine Bewohner schmackhaft machen
Unser kleines Land hat soviel zu bieten, das man eigentlich häufiger Urlaub in Deutschland machen sollte. So würde ich eine kleine Rundreise durch Deutschland empfehlen. Start in der wunderschönen Hansestadt Hamburg, weiter Richtung Ostsee nach Lübeck. Anschließend weiter in unsere Hauptstadt Berlin mit vielen Ausflügen ins Brandenburger Umland. Dann natürlich weiter ins verrückte Rheinland mit Zwischenstopp in Köln. Von dort weiter Richtung München, Garmisch Patenkirchen bis zu den Alpen.


Ein Schreckensmoment auf Reisen?
Definitiv in unserm Israel Urlaub. Mit dem Überlandbus waren wir von Tel Aviv nach Jerusalem unterwegs. Mit Ankunft in der Jerusalemer Altstadt bin ich aus dem Bus gestiegen und war fasziniert von den vielen Menschen und Eindrücken. Dabei hatte ich nicht bemerkt, das mein Mann aus dem Bus ausgestiegen war. Der Bus fuhr fort und so stand ich ohne Ausweis, Geld und Handy in der Altstadt. Im Bus war so voll, das mein Mann nicht zum Aussteigen kam und mit meinem Mann einfach weiter fuhr. So stand ich ziemlich verdutzt und verschreckt in Jerusalem und hatte auf meinem Mann gewartet.  Der kam zum Glück auch irgendwann zu Fuß und ein wenig abgehetzt wieder. 


Könntest Du Dir vorstellen für mehrere Monate oder gar Jahre zu reisen?
Nicht nur Monate und Jahre, ich würde auch gerne noch mal ins Ausland ziehen. Eine Weltreise wäre ein Traum, wenn da nur nicht das liebe Geld und der Job wären. Aber ein Umzug in ein fremdes Land wäre irgendwann möglich. Nur wohin die Reise geht, steht noch nicht fest.


Wohin würdest Du eine Frau Hibbel schicken?
Nun liebe Frau Hibbel, ich denke, das Du das Abenteuer liebst! Wie wäre es mit einer Reise nach Australien. Ich denke Kängurus, Koala Bären, ... und das entspannte Leben wäre was für Dich und Deine Jungs. 

Wer möchte, kann sich an dem Blogstöckchen gerne beteiligen und auf die Fragen von Frau Hibbel seine Antworten geben. Zum Nachlesen hier.

Wünsche Dir ein sonniges Wochenende 
Babsi


Samstag, 11. Januar 2014

48 Stunden Budapest

Und mal wieder hat uns spontan die Reiselust ergriffen und wir sind für 2 Tage nach Ungarn geflogen. Unter dem Motto Entspannung, Sightseeing und Lifestyle haben wir die Stadt Budapest unsicher gemacht. Innerhalb von 48 Stunden kann man so einiges erleben, wenn man sich einfach treiben lässt. Um einen schnellen Überblick über die Stadt zu bekommen, haben wir uns für die Hop on Hop Off Busse entschieden. 

Die Stadt Budapest ist durch die Donau zweigeteilt. Auf der einen Seite befindet sich Buda, mit einem historischen Stadtkern und kleinen engen Burggassen. Der Stadtteil Pest hingegen ist quirliger und lädt zum Shoppen, Ausgehen und Essen ein. Auffällig für Budapest sind die vielen alten Häuser, die teilweise in schlechten Zuständen sind. Während unserer 2 Tage gab es dort sehr viele Baustellen.


Wofür ist Budapest eigentlich bekannt? Dabei sind mir spontan drei Dringe eingefallen. Leckeres Gulasch, die Donau und das Parlamentsgebäude. Das Parlament ist einfach beeindruckend und besticht durch seine Größe und Bauweise. Dieses Bild ist auf einer Bootstour auf der Donau entstanden.

Neugierig war ich ebenfalls auf die Fischerbastei. Bereits im Internet und Reiseführer hatte ich einiges darüber gelesen. Vor Ort war es auch wirklich schön an zu schauen, aber leider total mit Touristen überlaufen. Dazu kommt ebenfalls es es doch viel kleiner war, als zuvor angenommen. Aber mit seinen spitzen Türmen wirkt es einfach märchenhaft. Von dort hat man auch eine super Aussicht auf den Stadtteil Pest.


Buda und Pest sind verbunden durch 12 Brücken. Abends sind sie wunderschön beleuchtet und wirken geheimnisvoll (leider sind die Nachtaufnahmen nichts geworden).


In Budapest haben wir ebenfalls wunderschöne Kaffeehäuser besucht. Das Café New York ist prachtvoll und schön anzusehen, aber viel zu touristisch überlaufen und teuer (man sollte aber mal eine Blick reinwerfen). Daher empfehle ich eher das Auguszt oder Szamos.


Zum Entspannen laden die vielen verschiedenen Thermen in Budapest ein. In prunkvollen Gebäude mit heißen Quellen soll man hier wunderbar entspannen können. Da die Zeit recht knapp war und wir auch keine Badesachen dabei hatten, mussten wir dieses Vergnügen leider ausfallen lassen.

Und wenn Du mal in Budapest bist, probier mal Baumstriezel. Das sind über eine offene Feuerstelle gebackene Hefeteigkuchen. Die gebackenen und warmen Hefezylinder schmecken mit Zimt und Zucker einfach fantastisch (auch hier habe ich leider kein Foto).

Budapest hat natürlich noch viel mehr zu bieten, als ich Dir hier gezeigt habe. Aber ich möchte Dir die Spannung nicht nehmen, die Stadt selbst kennen zulernen. 


Liebe Grüße
Babsi

Mittwoch, 7. August 2013

Buena Vista Cuba

Zigarren, Rum, Mojito und Lebensfreude verbinde ich mit unserem Urlaub in Kuba. Vor einigen Tagen habe ich beim Stöbern ein altes Fotoalbum von unserem Trip nach Havanna gefunden. Die Fotos sind noch analog und ich musste sie erst mal digitalisieren. Also schnell den Scanner gestartet und alle Bilder eingescannt.


Unsere Reise nach Kuba ist nun schon ein paar Jahre her, aber Land und Leute sind uns bis heute in Erinnerung geblieben. Also habe ich heute passend dazu unseren Schrank nach Spirituosen durchstöbert und das Nationalgetränk der Kubaner zubereitet. Salut, Companeras y Companerors! Viva el Mojito!


5 cl weißen Rum
1 Limette
8 Blätter frische Minze (am besten gleich einen ganzen Bund)
3 TL weißen Rohrzucker (oder normaler Zucker)
4 cl Mineralwasser
Crushed Ice (ansonsten normales Eis)



Minzblätter, Limettensaft und Zucker in ein Glas geben und gut verrühren. Der Zucker soll sich im Limettensaft richtig auflösen. Nun die Minzblätter und den Rum dazugeben und kurz ziehen lassen (Das Rumgemisch soll die Aromen der Minze freisetzen). Anschließend das Glas mit Crushed Ice füllen und 4 cl Mineralwasser auffüllen. Das Glas mit Strohhalm und Minzezweig dekorieren und fertig ist der kubanische Drink.



Im Nordwesten Kubas liegt die Region Pinar del Rio. Landschaftlich wunderschön und in jedem Fall eine Reise auf die Zuckerrohr und Tabak Plantagen wert. Hier haben wir unter anderem eine Zigarrenfabrik besucht und ich war von dem Duft des Tabaks hin und weg (obwohl ich Nichtraucher bin). Frische Tabak blätter duften süßlich und ein wenig nach Vanille.


Die Arbeitsbedingungen waren nicht die Besten, aber wohl in diesem Land so üblich. Die Arbeitsplätze ähnelten einer Schule und vorne am Tisch saß jemand und las laut aus einer Zeitung oder Büchern vor. Hier konnte man den gesamten Prozess von Trocknung des Tabakblätter bis zur fertigen Zigarre bestaunen. In dieser Fabrik wurden die bekannten Marken Cohiba, Montecristo und Romeo y Julieta hergestellt.


Vor Allem die Stadt Havanna ist eine Reise wert. Auf den Spuren von Che Guevara, Fiedel Castro und dem Überbleibsel des amerikanischen Leben gibt es hier viel zu Entdecken. Ob das erste Hotel Inglaterra von 1856, das nachgebaute Capitol von Washington DC oder die Strandpromenade Malecon lassen einen Staunen. Havanna ist für mich eine der schönsten Städte mit so viel Charme, Entdeckungen und Eindrücken, die mich bis heute faszinieren.


Not macht erfinderisch. So verwerten die Kubaner alles und machen daraus etwas Neues. Ein besonderes Highlight sind viele Autos auf Kuba. Bei uns wären es unbezahlbare Oldtimer, hier gehören sie zum Straßenbild. Die Autos haben schon keinen Lack mehr, sondern wurden mehrmals verspachtelt und mit Farbe übermalt.


Auch Havanna hat ein kleines China Town mit asiatischen Geschäften, Restaurants und Einwohner.


Es gibt noch viele weitere Sehenswürdigkeiten in Havanna zu sehen, wie das berühmte Hotel National, das alte Einkaufszentrum, die Zigarrenfabrik im Zentrum, den Revolutionsplatz, ....


Wenn Du eine Reise nach Kuba planst, empfehle ich Dir Havanna und nicht die Touristenhochburg Varadero.

Viele Grüße
Babsi