Freitag, 10. April 2015

Von wegen A bis Z


Unterwegs in Berlin Mitte bummel ich durch die Rosa Luxemburg Straße (zwischen Alexander Platz und Hackescher Markt) und stolpere neugierig in einen kleinen Laden.  Er wirkt klar, industriell, stylisch und doch wohnlich. Ich befinde mich in einen Concept Store. Produkte mit außergewöhnlichen Design treffen eine Milchbar. Verrückt, oder?



Wer einen Fimmel für Typografie hat, ist hier im Type Hype genau richtig. Sie haben das Alphabet nicht neu erfunden, aber verschiedene Produkte stylisch umgesetzt. Die Regale sind voll mit schicken Wohnaccessoires, Geschirr und Papier, das mit Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen veredelt wurde. 




Fasziniert laufe ich durch ich durch den Laden. Ich bin sofort schockverliebt und will am liebsten alles haben. Teller und Tassen mit meinen Initialen, ein kleines Notizbuch mit goldenen Lettern und alte, originale Setzbuchstaben aus einer Druckerei.

Mit kleinen Bechern lassen sich kurze Worte bilden, ein nettes Statement für die heimischen vier Wände. Nicht ganz billig, aber egal, die muss ich haben. 

Danach gönne ich mir noch einen Kaffee an der Milchbar. Milch ist nicht so wirklich mein Ding, aber ein guter Kaffee geht immer. Am Fenster sitzend schaue ich mir das Treiben an. Nebenan befindet sich ein Hotel, Touristen und Berliner kommen für einen Kaffee, Tee oder Sandwich vorbei. 

Stimmung, Design und Produkte gefallen mir. Eins steht fest, ich werde wieder kommen.


Wie findest Du Concept Stores und wo gehst Du in Berlin gerne shoppen?

Liebe Grüße
Babsi


Dienstag, 7. April 2015

sie trennen 14.000 Kilometer


Weißt Du spontan, was die Osterinseln und Texel gemeinsam haben?  Nein, ja? Beides sind Inseln, die eine liegt im Südostpazifik und Texel befindet sich in Nordholland. Sie haben jedoch noch eine weitere Gemeinsamkeit, nämlich den Moai. Wofür die Osterinseln berühmt sind, sind die kolossalen, tonnenschweren und riesigen Moai Figuren. Und davon befindet sich ein Replik auf der holländischen Insel Texel. 


Landeinwärts der Insel befinden sich unzählige Wiesen mit Schafen und Pferden. Die Landschaft ist flach, kaum ein Baum ist in Sicht. Für Fahrradfahrer ist die Insel ein Traum. Wenig Verkehr, wunderschöne Landschaften, unzählige Fahrradwege und keine Berge.

Uns hat es aber ans Meer gezogen. Fest eingepackt in dicken Winterjacken, mit Mütze und Schal bewaffnet, macht ein Spaziergang am Meer besonders viel Spaß. Hinter den unzähligen Sanddünen mit Binsen erstreckt sich die Nordsee. Das Wetter ist windig und kalt, die See rau und stürmisch. Ideales Wetter zum Drachen fliegen und für Strandsegler.


Auf dem Rückweg vom Strand zu unserem Ferienhaus, läuft man durch eine wunderschöne aber auch bizarre Dünen Landschaft. Zunächst durchquert man Dünen mit langen Binsen, welche noch im feinen Sand wachsen. Fast nahtlos gehen sie in Heidegewächsen und zum Teil in Moore und Priele (Wasserflächen) über. Der Landstrich scheint fast unwirklich und hat was von Fantasy Filmen.


An der Nordspitze von Texel befindet sich ein roter, auffallender Leuchtturm. Erklimmt man die 153 Stufen, erhält man einen herrlichen Blick über die Nordsee, das Wattenmeer, Texel und eine nahe gelegene Insel.


Bei unserem kurzen Aufenthalt in Texel haben wir auch das Ecomare besucht. Eine Kombination aus Museum, Aquarium und Aufzuchtstation. Hier erfährt man näheres über die Tierwelt der Nordsee und dem Wattenmeer. Außerdem gibt es eine Aufzuchtstation für Jungtiere von Seehunden sowie eine Pflegestation für Seevögel und Schweinswale. Auch viele alte und blinde Seerobben finden hier ein zu Hause, da sie im offenen Meer nicht mehr alleine überleben würden.


Die Insel Texel bietet noch vieles mehr und ein Besuch hier lohnt sich. Erreichen kann man die Insel mit der Autofähre, Ferienwohnung und Häuser gibt es hier zahlreich. Die kleinen Orte auf Texel sind allesamt sehr pittoresk, vor allem das alte Städtchen Den Burg hat es uns angetan. Die Fußgängerzone bietet viele, schöne Geschäfte und lädt mit kleinen Cafes und Restaurants zum Essen ein. 


Liebe Grüße
Babsi

Dienstag, 31. März 2015

EIns zwEI drEI

Was macht man an regnerischen Tagen vor Ostern? Genau, gefühlte 100 Eier ausblasen (die Übung machts). OK, so viele waren es dann doch nicht. Was soll ich auch mit soviel Ei anstellen?! Aber so ca. 10 Eier konnte ich für mein DIY, dann doch an einem Tag verbrauchen. Zum Frühstück servierte ich leckere Pfannenkuchen, für den Nachmittag backte ich Mamorkuchen und abends gab es eine Quiche Lorraine. Und was macht mein Cholestrinspiegel? Der muss sich wohl bis nach Ostern erst mal gedulden und erholen.

Die ausgeblasenen Eier dienen mir für eine einfache und natürliche Osterdeko in einer Vase. Anregungen dazu habe ich bei Pinterest entdeckt und war begeistert, diese selbst umzusetzen.


Dafür benötigst Du:

ausgeblasene Eier
Dekopatch (spezieller Kleber für Serviettentechnik)
Perlhuhn Federn
flacher Pinsel
Schere


Die Eier sollten vor dem Bearbeiten sauber und trocken sein. Auf die gewünschte Stelle mit einem Pinsel Dekopatch auftragen und eine Perlhuhn Feder auflegen. Teilweise waren meine Federn zu groß, das ich sie mit einer Schere kürzen musste. Liegt die Feder auf dem Ei auf, vorsichtig mit dem Pinsel vom Federkiel nach außen streichen. Und wieder Dekopatch aufnehmen und über die Feder streichen (versiegelt dann die Feder). Anschließend trocknen lassen. Teilweise habe ich den weichen Flaum der Perlhuhn Federn nur an der Unterseite mit Dekopatch angestrichen, um den Eiern ein besonderes Augenmerk zu verleihen. Auf den Eiern habe ich pro Stück, rundherum 2 bis 3 Perlhuhn Federn verklebt, damit sie von allen Seiten interessant und auffallend wirken.


Es empfiehlt sich etwas mehr Geld für schöne Feder auszugeben, damit diese auf den Eiern besser aussehen und sich verarbeiten lassen. Insgesamt bin ich mit meinem Ergebnis sehr zufrieden. Die Eier liegen nun auf Moos in einer Glasvase, die von einem Rebenkranz umschlossen ist.


Wenn Du noch auf der Suche nach weiterer Osterdeko Ideen bist, dann hätte ich hier noch ein paar Inspirationen und DIY für Dich.

Federleicht am Osterzweig (Federn aus Fimo)
Osterfeeling (Osterhasen und Eier Anhänger aus Papier)

Wünsche Dir eine schönes Osterzeit und liebe Grüße

Babsi


Samstag, 28. März 2015

Suppenkultur auf türkische Art


Die Arabische Küche ist ganz nach meinem Geschmack! Duftende Gewürze und Kräuter, Hülsenfrüchte und Couscous, die angenehme Schärfe in vielen Gerichten sowie die Vielfalt der Zutaten, begeistern mich immer wieder. Perfekt vereint, findet man die Zutaten in der türkischen Linsensuppe. Sie ist ein fleischloses und veganes Gericht und besticht durch ihre unzähligen Variationen. Ob traditionell oder exotisch mit Kokosmilch und verschiedenen Gewürzen, kann die Linsensuppe unterschiedlich zubereitet werden.

Die türkische Linsensuppe ist gesund und reich an Ballaststoffen, Eiweiß, Mineralien und Vitaminen. Fein püriert hat sie eine samtige Textur und besteht vor allem aus aromatischen Wurzelgemüse und farbenfrohen Linsen. Sie wird oft als Vorspeise gereicht, kann aber locker als Hauptgericht mithalten.


Zutaten für 4 Personen:

200 g rote Linsen
150 g geschälte Zwiebeln
150 g geschälte Kartoffeln
150 g geschälte Karotten
1-3 Zitronen
1,5 Liter Gemüsebrühe
 Chiliflocken (wer es etwas schärfer mag)

1 EL Olivenöl
2 EL Tomatenmark
1 EL gehackte Pfefferminze
1 EL gehackten Koriander


Die Linsen in einem Sieb unter laufendem Wasser kurz waschen und abtropfen lassen. Das Wurzelgemüse fein hacken und mit den Linsen in einen großen Topf geben. Kurz anschwitzen und mit 1,5 Liter Brühe aufgießen. Die Suppe abgedeckt mit einem Deckel für 20 Minuten köcheln lassen (bitte dabei bleiben, da die Linsen schnell schäumen und die Suppe zum Überkochen neigt). Anschließend mit einem Pürierstab gut pürieren und mit Salz, Pfeffer und dem Saft einer Zitronen abschmecken. Wer mehr Säure bevorzugt, gibt noch Zitronensaft und für Schärfe, Chiliflocken hinzu. Ist die Suppe zu dickflüssig, ein wenig Wasser hinzufügen

In einer Pfanne Olivenöl und Tomatenmark erhitzen und leicht anrösten. Jeweils 1 Esslöffel gehackte Pfefferminze und Koriander dazugeben und unterrühren. Das angeschwitzte Tomatenmark in die Linsensuppe geben und gut verrühren. Dazu serviere ich frisches Fladenbrot und Zitrone.


Und warum ist die Säure in der Linsensuppe so wichtig? In der deutschen Linsensuppe verwendet man meist Essig, in der orientalischen Suppe Zitronensaft. Sie machen die Linsen bekömmlicher und geben durch die Säure einen frischen Geschmack an die Suppe ab. Eine ausgewogene Säure zu den Linsen, verleihen der Suppe einen vorzüglichen und eigenen Geschmack, der aus ihr etwas Besonderes macht.

Wünsche Dir ein entspanntes Wochenende und liebe Grüße

Babsi



Samstag, 21. März 2015

Rosen zum Trinken und Tee zum Bewundern


Sonne, Schauer, Wolkenbruch, der Frühling lässt grüßen. Echt frustrierend, wenn das Wetter so unbeständig ist und man nicht wirklich die Frühlingssonne genießen kann. Ballerina und Sommerrock warten bereits seit Tagen im Kleiderschrank und wollen endlich angezogen werden. Aber bei dem traurigen Wetter und kühlen Temperaturen wird das noch nichts. 

Somit habe ich den Vormittag in meiner Küche verbracht und alle Küchenschränke ausgemistet. Hilfe, was hier zum Vorschein kommt. Drei Tütensuppen von Januar 2014, zwei angefangene Packungen Puderzucker, eine Tüte Vanillepudding von 2013 (schäm), Teeschachteln mit jeweils 2-4 Beuteln Tee (kann man auch alle in eine Packung zusammenpacken), einzelne Reiskörner, die sich  heimlich im Schrank verteilt haben, ... und eine kleine Tüte mit Teerosen.


Die Teerosen sind aus dem Teehaus Chén Chè in Berlin und genau das richtige für eine entspannte Teepause nach der Küchenaufräumschlacht. Statt dem samstäglichen Nachmittagskaffee, gibt es heute grünen Tee mit Jasmin aus Teerosen. Dank Wiki weiß ich nun, das die kleinen Teekugeln per Hand gefertigt werden und aus einzelnen Teeblättern zusammengenäht sind. In trockener Form sind sie nicht größer als ein Kronkorken und fühlen sich kompakt an.


Zum Teekochen verwendet man immer weiches Wasser. Wir haben sehr kalkhaltiges Wasser, aber mit einem Trinkwasserfilter bekommt man bestes Teewasser (so verhindert man den unschönen Schleier auf dem Wasser). Meine Teerosen sind aus grünen Teeblättern und dürfen nicht mit kochendem Wasser übergossen werden. Nach dem Kochen, das Wasser 1-2 Minuten auskühlen lassen, bevor man es zum grünen Tee oder hier zu meiner Teerose gibt.


Nach ungefähr 6 Minuten hat sich meine Teerose vollständig in der Glaskanne geöffnet. Nur leider war keine Blüte, sondern nur die grünen, gebundenen Teeblätter zu sehen (vielleicht bei der nächsten Teerose).  Trotzdem war es spannend der Teerose beim aufgehen zuzusehen und für mich ein gemütlicher Nachmittagstee.


Wenn ich Dein Interesse an Teerosen geweckt habe, dann frag mal in einem Teeladen nach. Alternativ bekommst Du diese auch im Teehaus Chén Chè in Berlin.

Wünsche Dir einen sonnigen Frühlingsanfang und liebe grüße

Babsi



Sonntag, 1. März 2015

Wohlfühlzone

Laut einer Statistik verbringen wir 547 Tage unseres Lebens in Badezimmern. Warum sollte man sich nicht auch die Zeit nehmen, dort zu entspannen und sich wohl zufühlen. Unser altes Badezimmer war steril, weiß und bestimmt 15 Jahre alt. Kein Raum, indem man sich gerne und lange aufgehalten hat. Jetzt, nach einer langen und ausgiebigen Planung, wurde unser Badezimmer endlich fertiggestellt und ist eine wirkliche Wohlfühlzone. Die Farben für den eher kleinen Raum, haben wir in Erdtönen gewählt. Sie geben uns ein warmes und behagliches Gefühl, wenn man vor allem morgens müde ins Bad stolpert.


Wir haben uns bewusst für Fliesen entschieden, die großformatig sind und sich leicht reinigen lassen. Der schokoladenbraune Boden vermittelt wärme, die cremefarbenen Wandfliesen bringen Licht und Behaglichkeit in den Raum. Mein Geschmack ist sehr speziell und ich bin  immer auf der Suche, nach Dingen, die andere nicht haben. So wollte ich kein Nullachtfünfzehn Waschbecken, sondern ein flaches, modernes Designerbecken mit Wandarmatur. 


Die Möbel wurde vom Schreiner auf Maß gefertigt und bringen viel Stauraum. Selbst jetzt, nachdem ich alles in die Schränke geräumt habe, ist noch Platz für mehr.

Ich bin ein Duschtyp, da ich das als zeitsparender und angenehmer empfinde. Da wir aber bereits eine Dusche haben und wir nicht doch in die Versuchung kommen wollten, mal zu baden, haben wir uns für den Einbau einer Badewanne entschieden. Tatsächlich bade ich vielleicht 1 bis 2 mal im Jahr, aber man weiß ja nie, wann einen die Lust auf ein Vollbad packt. Auch hier wollte ich etwas Besonderes und habe unter anderem wieder den Fokus auf die Armatur gelegt. Sie verfügt über einen innovativen Auslauf und hat ein tolles Design. Der Auslauf lässt sich nach Bedarf ein- und ausklappen und stört nicht beim Baden.


Ordnung und Übersichtlichkeit stehen bei mir an erster Stelle. Zuviel Deko ist nichts für mich. So habe ich mich im Badezimmer nur für wenige Dekoelemente entschieden. Ein Drachenbaum ergänzt mit seinen grünen Blättern die beherrschenden Erdtöne. Handtücher und Fußmatte sind in warmen Cremetönen und mein Shampoo und Conditioner harmonieren farblich perfekt zum Badezimmer. 


Nun halte nicht nur ich mich länger in unserem Badezimmer auf, sondern auch mein Mann. Und das ist auch das perfekte Argument, wenn ich mal wieder länger brauche, um mich fertig zu machen. 

Wie sieht Deine Wohlfühlzone aus und was ist Dir in Deinem Badezimmer wichtig?

Liebe Grüße
Babsi

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Auf die schnelle

Wenn es um Resteverwertung von Lebensmitteln geht, werde ich gerne kreativ. Grundsätzlich widerstrebt es mir, abgelaufene Lebensmittel weg zuwerfen. Dabei ärgere ich mich über mich selbst, wieder zuviel gekauft oder nicht alles zeitig aufgebraucht zu haben. Leider werfe ich immer noch zu oft, Obst und Gemüse weg, weil ich es nicht zeitig aufbrauche. Hier ein praktisches und einfaches Rezept, mit dem man Obstreste einfach und schnell verbrauchen kann. Der Clafouti ist ein französischer Auflauf und ähnelt einem dicken Pfannenkuchen. Ich habe ihn bereits mit verschiedenen Obstsorten zubereitet (Kirschen, Äpfel, Pfirsichen) und dieses Mal meinen Restbestand aus Pflaumen verwertet. 


Zutaten für eine große Pfanne:

ca. 10 frische Pflaumen
3 Eier
4 EL Zucker, gehäuft
1 Päckchen Vanillezucker
300 g Milch
75 g Mehl
1 kleines Stück Butter
2 EL Puderzucker


Den Backofen auf 200°C vorheizen. Eier mit Zucker, Vanillezucker und Milch mit einem Handmixer verquirlen. Mehl hinzufügen und weiterrühren, bis der Teig weich und geschmeidig ist. Diesen ca. 10 Minuten ruhen lassen.


Die Pflaumen waschen, vierteln und den Kern entfernen. In einer Pfanne mit ein wenig Butter die Pflaumenviertel kurz anrösten. Mit einem Löffel Zucker bestäuben. Den Teig über die Pflaumen geben und die Pfanne für ca. 40 bis 50 Minuten in den Backofen stellen. (Wichtig, nur Pfannen mit einem hitzebeständigen Griff benutzen.)

Nach dem Backen, den Pflaumen Clafouti mit Puderzucker bestäuben und warm genießen. 


Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, Gemüse, das ich nicht gleich verbrauche, kleinzuschneiden und einzufrieren. So hab ich immer was im Haus und verbrauche wie z.B. den Restbestand von einer Möhre, Lauch oder anderem z.B. in einem Auflauf, Bolognese, ... 

Und wie hälst Du es mit Obst- und Gemüseresten?

Liebe Grüße

Babsi